Dienstag, 26. Juni 2012

Forderung zum Tierschutz

Zum Thema Tierschutz haben wir als Grüne Jugend Leverkusen einige Vorschläge entwickelt und stellen folgende Forderungen auf:

Tierschutz stärken 
 
Viele Verbraucher essen gerne Fleisch, wünschen sich aber, dies wenigstens halbwegs im Einklang mit dem Tierschutz tun zu können. Sie möchten beispielsweise kein Fleisch aus Massentierhaltung zu sich nehmen. Wir fordern daher eine Definition von Haltungsformen für Fleisch nach dem Vorbild der Kennzeichnung von Eiern (Freiland, Bodenhaltung, Käfighaltung), etwa "Massenhaltung" und "Freie Haltung" nach klaren Regeln. Fleisch- aber auch Milchprodukte sollen damit eindeutig gekennzeichnet werden, damit Fleisch aus artgerechter Haltung einen Wettbewerbsvorteil hat und so langfristig die qualvolle Massentierhaltung verdrängen kann. Auch verarbeitete Produkte (Wurst, Hamburger, Tortellini mit Fleischfüllung, ...) bedürfen einer solchen Kenntlichmachung. Als erster Schritt muss eine Kennzeichnung von Produkten mit verarbeiteten Eiern erfolgen. Ein entsprechender Antrag der GRÜNEN Bundestagsfraktion wurde erst vor Kurzem von der Regierungskoalition abgelehnt.
Daneben sollen die Standards für den Tierschutz erhöht werden, indem das Tierschutzgesetz konsequent angewendet  und noch deutlich verschärft wird: Insbesondere die zahlreichen, unnötigen Ausnahmen müssen gestrichen werden und Standards erhöht werden (mehr Raum pro Tier in der Haltung, Qualzuchten verbieten,...).
Aber auch der Schutz von Wildtieren darf nicht vernachlässigt werden. So fordern wir mehr Straßensperrungen in Zeiten von Krötenwanderungen, mehr Wildbrücken und -tunnel an Straßen sowie den internationalen Einsatz Deutschlands gegen Wilderei und Walfang. Überfischung muss entgegengewirkt werden, um Tiere und Bestände zu schützen, aber auch um regionalen Fischern nicht die Lebensgrundlage zu entziehen. So sind etwa mithilfe von EU-Subventionen dezimierte Fischbestände vor Afrika, die zu Hunger und Kriminalität führen, nicht weiter hinnehmbar. 

Wir hoffen, hiervon einige Punkte in das GRÜNE Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 einbringen zu können.

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