Montag, 18. Juni 2012

Forderungen zur Klimapolitik

Wir haben als Grüne Jugend Leverkusen verschiedene Forderungen aufgestellt, die wir in den Programmprozess zur Bundestagswahl 2013 einbringen möchten. Eine davon betrifft die Klimapolitik. Hier unser Vorschlag dazu. Weitere Themen werden nach und nach hier veröffentlicht.


(Inter)nationale Klimapolitik

Das Klima kann Deutschland nicht alleine retten. Allerdings können wir unseren gewaltigen Einfluss in der Welt nutzen, um andere Staaten von der Wichtigkeit des Klimaschutzes zu überzeugen. Und selbstverständlich müssen wir dafür mit dem besten Vorbild vorangehen.
Auf EU- und weltweiter Ebene muss sich für strengere Richtlinien beim CO2-Verbrauch eingesetzt werden. Der Schutz der Regenwälder muss forciert werden, insbesondere durch Kompensationen für Länder mit Regenwaldbestand, die diesen nicht abholzen. Denn der Urwald ist für alle wichtig. Daneben muss sich für einen internationalen Atomausstieg stark gemacht werden; als erster Schritt in unmittelbarer Nähe Deutschlands, um der Mehrheit der deutschen Bevölkerung gerecht zu werden, die sich Sicherheit vor atomaren Katastrophen wünscht.
Aber auch auf nationaler Ebene kann einiges erreicht werden. So soll der beschlossene Atomausstieg ins Grundgesetz aufgenommen werden, damit er nicht einfach rückgängig gemacht werden kann (worauf die Atomindustrie schon jetzt spekuliert). Dies sollte allerdings nicht zu konkret passieren, damit die Allgemeinheit des Grundgesetzes gewahrt bleibt. Stattdessen sollte auch im Hinblick auf zukünftige Technologien in das Grundgesetz geschrieben werden, dass "nicht-versicherbare" Technologien (also Techniken, für die es nach den anerkannten Regeln der Versicherbarkeit von Risiken wie Schätzbarkeit von Schäden und Begrenzbarkeit von Folgeschäden)  nicht zur Energiegewinnung benutzt werden dürfen! Somit wären hochriskante Technologien, deren Folgen im Falle eines Unglücks von der Allgemeinheit getragen müssen, von der Nutzung ausgeschlossen. 
Zur Einsparung von CO2 und damit zur Verlangsamung des Klimawandels muss unter anderem beim Verbraucher angesetzt werden. Aufklärungskampagnen zur CO2-Emission, aber auch die Kennzeichnung von Produkten können helfen, den individuellen ökologischen Fußabdruck zu senken. Eine Kennzeichnung der CO2-Bilanz von Lebensmitteln (und möglichst sämtlicher Produkte) muss vorangetrieben werden. In dieser Kennzahl muss der gesamt CO2-Ausstoß für ein Produkt einschließlich Transport, Herstellung (z.B. Heizen eines Treibhauses) einbezogen werden. So könnte jeder Kunde erkennen, dass sich die CO2-Bilanz beispielsweise eines Kilos Tomaten je nach Art des Anbaus und der Transportstrecke immens unterscheidet. Heimischer Öko-Anbau verbraucht 35 g CO2 pro Kilo Tomaten, während der konventionelle Anbau außerhalb der Saison im beheizten Gewächshaus 9300 g (!) CO2 in die Atmosphäre pustet. (Link zur Quelle) Solche Differenzen soll jeder Kunde in seine Kaufentscheidung mit einbeziehen können!
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen